Dienstag, 20 Juni 2017 09:27

Weltflüchtlingstag - Niemand ist ohne Grund auf der Flucht!

geschrieben von ADRA Deutschland e. V.

Die meisten Geflüchteten kommen aktuell aus Syrien, Afghanistan, Somalia und dem Sudan. Die unterschiedlichen Schicksale berechtigen nicht in jedem Aufnahmeland das längerfristige Bleiben. Asylverfahren und Migrationsbestimmungen stehen sich hier gegenüber, die Unterscheidung ist nicht immer einfach. Einige Geflüchtete müssen zurückkehren in ihr Herkunftsland, auch wenn es für sie persönlich nicht sicher erscheint. Am 04. Dezember 2000 haben die Vereinten Nationen den 20. Juni zum internationalen Weltflüchtlingstag erklärt. Bereits seit 1914 gibt es den Welttag der Migranten und Flüchtlinge, ein kirchlicher Gedenktag, der am 19. Januar begangen wird und von Papst Benedikt XV. ausgerufen wurde.

Geflüchtete sind Menschen wie Du und ich

Niemand verlässt freiwillig seine Heimat. Dort hat man sein Zuhause, seine Aufgaben und sein soziales Umfeld. Aufgrund der Nationalität, ethnischen Zugehörigkeit, Religion oder Weltanschauung werden einzelne Personen oder Gruppen angegriffen, diskriminiert oder verfolgt. Oder die falsche politische Überzeugung oder soziale Gruppenzugehörigkeit sind der Grund zum Aufbruch, denn unangepasst sein oder Anderssein werden in einigen Regionen der Welt nicht geduldet. Vertreibung und Flucht verändern das Leben für lange Zeit, manchmal für immer. Die Geflüchteten sind auf der Suche nach Sicherheit, Schutz und neuen Perspektiven. Sie lassen alles zurück, ihren Besitz, ihr Zuhause, Familie und Freunde. Fast 60 Prozent der geflüchteten Menschen wurden 2016 von nur zehn Ländern aufgenommen. Die Hauptlast der Versorgung von Flüchtlingen tragen die direkt an Krisengebieten angrenzenden Länder. Nach Amnesty International belegt Jordanien Platz 1 (2,7 Millionen), die Türkei Platz 2 (2,2 Millionen), Pakistan Platz 3 (1,6 Millionen) und der Libanon Platz 4 (1,5 Millionen) der Flüchtlinge aufnehmenden Länder. Es folgen der Iran, Äthiopien, Kenia, Uganda, die Demokratische Republik Kongo und der Tschad.

„Die meisten Flüchtlinge, denen ich begegnet bin, wünschen sich wie fast alle Menschen eine Zukunft in ihrer Heimat. Sie wollen wie wir dort leben, wo ihr Zuhause ist und ihre Familien sind. Hier sind unsere Anstrengungen und unsere Energie gefragt“, appelliert Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller. In der Entwicklungszusammenarbeit liegen die Arbeitsbereiche darin, die Fluchtursachen zu mindern und zu bekämpfen, die Aufnahmeregionen zu stabilisieren und zu stärken und die Geflüchteten und Rückkehrer zu unterstützen und zu schützen. Die meisten geflüchteten Menschen suchen Schutz im eigenen oder in den direkten Nachbarländern und begeben sich nicht auf den Weg nach Europa. ADRA hilft geflüchteten Menschen mitunter in Griechenland, in der Ukraine, im Nordirak und im Norden Nigerias. Mit der Initiative „Gemeinsam für Flüchtlinge“ werden von ADRA in Kooperation mit dem Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW), der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und der Theologischen Hochschule Friedensau bundesweit ehrenamtliche Hilfsprojekte zur Integration von nach Deutschland Geflüchteten durchgeführt. Diese Integrationsprojekte werden von dem Katastrophenbündnis „Aktion Deutschland Hilft“ unterstützt.

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